| Fertighäuser
haben den Vorteil von kurzer Bau- und Montagezeit, da viele Bauelemente industriell
vorgefertigt sind. Die in Trockenbauweise erstellten Gebäude werden in der Regel aus
einer Hand angeboten. Zur Auswahl des Fertighauses bietet sich nicht nur ein umfangreiches
Angebot von Grundtypen und Varianten an, auch nach individueller Planung oder
Architektenentwurf sind diese Häuser im Handel zu finden. Allerdings erfordern besondere
Wünsche auch einen besonderen Preis. Ein genauer
Kostenvergleich zwischen verschiedenen Angeboten lässt sich nur aufgrund des genauen
Leistungs- und Lieferungsumfangs erstellen. Der endgültige Preis steht erst nach der
Auswahl sämtlicher Details der Innenausstattung fest. Diese Bemusterungsliste samt
exakter Schlussberechnung sollte zum Vertrag gehören. Nicht fehlen dürfen neben der
Kauf- und Liefervereinbarung mit Angebotspreis, auch eine detaillierte Bau- und
Leistungsbeschreibung, die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters oder die
aktuelle Fassung der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen. Darüber hinaus sind
die technischen Merkblätter, sämtliche Plan- und Detailanlagen sowie
Garantieerklärungen, Gewährleistungen und Wartungsvereinbarungen ebenfalls Teil des
Vertrags. Zudem sollte ein Fertigstellungstermin verbindlich benannt und für den Fall der
Nichteinhaltung eine Vertragsstrafe fixiert werden.
Wie bei jedem Hausbau müssen zunächst die eigenen
Wünsche definiert werden wie Wohnfläche, Zimmerzahl und -anordnung, architektonischer
Stil und Kostenrahmen. Der Bebauungsplan und die örtliche Gestaltungssatzung müssen zu
Rate gezogen werden. Besondere Anforderungen können beispielsweise eine Neigung des
Grundstückes oder die Beschaffenheit des Bodens stellen. Auch ist die Frage zu klären,
ob das Haus mit oder ohne Keller gebaut werden soll. Denn nur wenige Hersteller bieten
diese Leistung mit an.
Zur Vorauswahl gehören immer Informationen über den
Hersteller. Dazu empfiehlt es sich eine etablierte, im Handelsregister eingetragene Firma
auszuwählen, und eventuelle Nachfragen bei der Industrie- und Handelskammer
vervollständigen das Bild. Ebenfalls hilfreich sind Erfahrungen anderer Bauherren und
Besuche auf Baustellen. Außerdem bieten seriöse Unternehmen ihre Referenzlisten an.
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