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auffallendsten Entwürfe in dieser Richtung sind schräg. Bei ihnen verlaufen die
einzelnen Regalbretter nicht waagerecht, sondern schief oder gleich kreuz und quer. Bei
diesen schrägen Objekten ist das Bestücken ohnehin eine Kunst für sich, sie verlangen
zudem bei der Bestückung äußerste Zurückhaltung. Aber auch sonst ist Understatement
angesagt, denn für eine angenehme Optik bei den individuellen Regalen ist nicht relevant
was darin untergebracht ist, für ihre ästhetische Erscheinug sind vor allem die
Bereiche, die frei bleiben ausschlaggebend. Generell
lässt sich sagen, dass die aktuellen Regale -um ihre Gestalt nicht zu zerstören- mit
Büchern, CDs oder anderem Nippes nicht zu überfrachten sind.
Viele der neuen Regale sind auch so gestaltet, dass sie als
Raumteiler von allen Seiten gut aussehen. Es gibt Regale, die auf der einen Seite Türen
haben und auf der anderen Seite offen sind oder solche, bei denen die Türen nach dem
Öffnen im Regal verschwinden. Bücher und andere Dinge können so nach Lust und Laune
ausgestellt oder versteckt werden.
Dass Regale einrichtungstechnisch mehr Gewicht bekommen,
hängt auch mit dem allmählichen Abschied von der altbewährten Schrankwand zusammen. Der
kompakte Klassiker wird laut der Kölnmesse immer mehr von Einzelmöbeln abgelöst. Die
sehen nicht nur lockerer aus, sondern kommen auch stärker den unterschiedlichen
Bedürfnissen und Situationen des Verbrauchers entgegen. Dem entspricht auch der Trend zur
Individualisierung. Immer mehr Hersteller bieten Systeme an, die nach den eigenen
Wünschen aufgebaut werden können.
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