| Die im Erdreich
gespeicherte Sonnenenergie kann entweder über großflächig horizontal verlegte
Erdkollektoren oder über Erdsonden, die durch entsprechende Bohrungen senkrecht in eine
Tiefe von bis zu 100 Metern eingebracht werden, nutzbar gemacht werden. Diese Variante
stellt in Deutschland die häufigste Lösung dar. Außerdem ist es möglich, Wärme aus
dem Grundwasser zu beziehen. Einige Wärmepumpen
können auch zur Kühlung eines Gebäudes eingesetzt werden. Dabei kann zwischen zwei
unterschiedlichen Methoden unterschieden werden:
- Umkehrbarer Betrieb: Die Funktionsweise der Wärmepumpe wird umgekehrt und entspricht
dann genau der eines Kühlschrankes. Häufig wird diese Art der Kühlung auch als
reversibler Betrieb der Wärmepumpe bezeichnet.
- Direkte Kühlung: Im Sommer sind die Temperaturen im Inneren der Gebäude in der Regel
höher als im Erdreich oder im Grundwasser. Dann können die niedrigeren Temperaturen des
im Winter als Wärmequelle dienenden Erdreichs bzw. Grundwassers zur direkten natürlichen
Kühlung des Gebäudeinneren genutzt werden. Das Kältemittel nimmt die Wärme aus dem im
Winter aus Heizung dienenden System auf und führt sie nach außen ab. Bei dieser auch als
Natural Cooling bezeichneten Funktion ist die Wärmepumpe bis auf Regelung und
Umwälzpumpen ausgeschaltet, dadurch ist es eine besonders energiesparende und
kostengünstige Methode der Gebäudekühlung.
Im Gegensatz zu anderen regenerativen Energien wie Solar-
oder Windenergie steht die Umgebungswärme ständig zur Verfügung. Moderne Wärmepumpen
sind so ausgelegt, dass sie auch an kalten Wintertagen den gesamten Wärmebedarf eines
Hauses ohne weitere Wärmequellen, komplett sicherstellen können. Damit stellt eine
Wärmepumpe eine echte Alternative zur konventionellen Heizung dar. Die gilt auch für die
Modernisierung älterer Gebäude, denn Wärmepumpen können Vorlauftemperaturen bis 65
Grad erreichen und dadurch nicht nur mit Fußbodenheizungen, sondern auch mit
konventionellen Heizkörpern betrieben werden.
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