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AUSBAU

 

 

Heizung
Wärmepumpen

 

Viessmann Werke GmbH & Co KG, Viessmannstr. 1, D-35107 Allendorf
Viessmann Werke GmbH & Co.KG
Wärmepumpen ermöglichen ein Heizen mit Wärme aus der Natur. Sie nutzen die Umgebungswärme der Wärmequellen Erdreich, Grundwasser und Umgebungsluft entziehen diese und geben sie auf einem höherem Temperaturniveau wieder ab.

  
Die Temperatur des Kältemittels, das sich in einem geschlossenen Kreislauf innerhalb der Wärmepumpe befindet liegt zunächst unter der Temperatur der Wärmequellen. Es nimmt Wärme auf und verdampft dabei. Eine nachgeschaltete Pumpe erhöht den Druck des verdampften Kältemittels, so dass  die Temperatur ansteigt. Jetzt wird die Wärme an die Heizung abgegeben, da die Temperatur des unter hohem Druck stehenden Kältemitteldampfes nun höher ist als die Temperatur des Heizungswassers. Der Kältemitteldampf kühlt sich dabei ab und wird wieder flüssig. Danach wird der hohe Druck in einem Expansionsventil wieder abgebaut, das Kältemittel kühlt sich weiter ab und kann erneut Wärme aus der Umwelt aufnehmen. Der Kreislauf beginnt von vorn.
Die im Erdreich gespeicherte Sonnenenergie kann entweder über großflächig horizontal verlegte Erdkollektoren oder über Erdsonden, die durch entsprechende Bohrungen senkrecht in eine Tiefe von bis zu 100 Metern eingebracht werden, nutzbar gemacht werden. Diese Variante stellt in Deutschland die häufigste Lösung dar. Außerdem ist es möglich, Wärme aus dem Grundwasser zu beziehen.

Einige Wärmepumpen können auch zur Kühlung eines Gebäudes eingesetzt werden. Dabei kann zwischen zwei unterschiedlichen Methoden unterschieden werden:
- Umkehrbarer Betrieb: Die Funktionsweise der Wärmepumpe wird umgekehrt und entspricht dann genau der eines Kühlschrankes. Häufig wird diese Art der Kühlung auch als „reversibler“ Betrieb der Wärmepumpe bezeichnet.
- Direkte Kühlung: Im Sommer sind die Temperaturen im Inneren der Gebäude in der Regel höher als im Erdreich oder im Grundwasser. Dann können die niedrigeren Temperaturen des im Winter als Wärmequelle dienenden Erdreichs bzw. Grundwassers zur direkten natürlichen Kühlung des Gebäudeinneren genutzt werden. Das Kältemittel nimmt die Wärme aus dem im Winter aus Heizung dienenden System auf und führt sie nach außen ab. Bei dieser auch als „Natural Cooling“ bezeichneten Funktion ist die Wärmepumpe bis auf Regelung und Umwälzpumpen ausgeschaltet, dadurch ist es eine besonders energiesparende und kostengünstige Methode der Gebäudekühlung.

Im Gegensatz zu anderen regenerativen Energien wie Solar- oder Windenergie steht die Umgebungswärme ständig zur Verfügung. Moderne Wärmepumpen sind so ausgelegt, dass sie auch an kalten Wintertagen den gesamten Wärmebedarf eines Hauses ohne weitere Wärmequellen, komplett sicherstellen können. Damit stellt eine Wärmepumpe eine echte Alternative zur konventionellen Heizung dar. Die gilt auch für die Modernisierung älterer Gebäude, denn Wärmepumpen können Vorlauftemperaturen bis 65 Grad erreichen und dadurch nicht nur mit Fußbodenheizungen, sondern auch mit konventionellen Heizkörpern betrieben werden.

 

  Heizung

 

 

 

 

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