| Hilfe verschafft
zum Beispiel eine einbruchhemmende Stahltür des Herstellers Hörmann mit der
Widerstandsklasse 2 (vgl. Tabelle unten). Der Profilzylinder dieser Tür ist zieh- und
aufbohrgeschützt und ein massiver Stahlbolzen an der Bandseite erschwert das Aufhebeln
der Tür. Weitere Sicherheit gibt das Verriegelungssystem mit Einsteck-Wechselschloss und
zwei zusätzlichen Stahlriegeln. Ein weiterer
Schwachpunkt ist der Zugang von der Garage ins Haus. Hat sich der Einbrecher erst einmal
Zutritt zur Garage verschafft, kann er die Tür zum Wohnbereich ungesehen und in aller
Ruhe aufbrechen.
Widerstandsklassen für Schutz bietende Bauelemente
Schutz bietende Bauelemente wie Türen, Fenster oder Rollläden werden auf europäischer
Ebene in sechs Widerstandsklassen eingeteilt. WK 6 steht für die höchste
Widerstandsklasse.
WK 1
Grundschutz gegen Aufbruchversuche mit körperlicher Gewalt wie Gegentreten,
Gegenspringen, Schulterwurf, Herausreißen oder vorwiegend Vandalismus. Geringer Schutz
gegen den Einsatz von Hebelwerkzeugen.
WK 2
Der Gelegenheitstäter versucht, zusätzlich mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher,
Zange und Keil, das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen.
Widerstandszeit: mindestens 3 Minuten.
WK 3
Der Täter versucht zusätzlich mit einem zweiten Schraubendreher und einem mittleren
Stemmeisen oder Kuhfuß das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen.
Widerstandszeit: mindestens 5 Minuten.
WK 4
Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Sägewerkzeuge und Schlagwerkzeuge wie Schlagaxt,
Stemmeisen, Hammer und Meißel sowie eine Akku-Bohrmaschine ein.
Widerstandszeit: mindestens 10 Minuten.
WK 5
Der erfahrene Täter setzt zusätzlich Elektrowerkzeuge, wie Bohrmaschine, Stich- oder
Säbelsäge oder Winkelschleifer ein.
Widerstandszeit: mindestens 15 Minuten.
WK 6
Der erfahrene Täter setzt zusätzlich leistungsfähigere Elektrowerkzeuge, wie
Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge oder Winkelschleifer ein.
Widerstandszeit: mindestens 20 Minuten.
Quelle: www.code-knacker.de |